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17.04.2012, Stuttgart - Pressemitteilung
Landesregierung und Arbeitgeberverbände geben den Startschuss für den Ausbau und die flächendeckende Umsetzung von familyNET in Baden-Württemberg

Unternehmen Beratung und Coaching anzubieten, um sie individuell und betriebsspezifisch bei der Entwicklung und Einführung einer familienbewussten Personalpolitik zu unterstützen, ist Ziel des landesweiten Projekts familyNET. 

„Immer mehr Betriebe erkennen, dass sie nur dann eine Chance haben, motivierte und leistungsbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und zu binden, wenn sie es ihren Beschäftigten ermöglichen, Beruf und Familie zu vereinbaren“, betont Dr. Nils Schmid (MdL), Minister für Finanzen und Wirtschaft. „Familienbewusste Betriebe steigern ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte und erleben einen deutlichen Imagegewinn“, sagt der Präsident der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände – Arbeitgeber Baden-Württemberg, Prof. Dr. Dieter Hundt.

Im Rahmen des Projekts sollen bis Ende 2014 insgesamt 2000 Betriebe aller Branchen erreicht werden. „Wir freuen uns, dass das Projekt familyNET fortgesetzt und nun landesweit in zwölf Regionen umgesetzt wird“, erklärt Hundt. „Damit sind die letzten weißen Flecken von der Landkarte verschwunden.“ familyNET organisiert regionale Netzwerke mit Unternehmen, Kommunen und anderen Institutionen, um einen Erfahrungsaustausch zu gewährleisten. Veranstaltungen und Seminare bieten Personalverantwortlichen Informationen und Lösungsstrategien für eine familienbewusste Personalpolitik im Unternehmen. Über einen landesweiten Wettbewerb können sich Unternehmen mit dem familyNET-Award für ihre innovativen Maßnahmen auszeichnen lassen. Zudem wird ein Prädikat für eine familienbewusste Unternehmenspolitik vergeben. 

Betriebsnahe und qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind neben einer familienbewussten Personalpolitik unabdingbar, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen. Individuelle Absprachen, schnelle und direkte Hilfe – beispielsweise bei einer Notfallbetreuung – sind gerade in kleineren Unternehmen gefragt. Vorteilhaft kann es auch sein, im Firmenverbund zu agieren und gemeinsam beispielsweise Ferienbetreuungen, Schulkind- und Notfallbetreuungen zu organisieren oder Belegplätze einzukaufen. 

Doch nicht nur Familien mit Kindern sind auf familienfreundliche Maßnahmen in den Betrieben angewiesen, sondern verstärkt auch Beschäftigte, die pflegebedürftige Angehörige betreuen. Dazu gehören entsprechende Bedingungen bei der Arbeitszeitregelung, der Arbeitsorganisation, der Elternzeit und bei den Wiedereinstiegsmöglichkeiten nach einer familiär bedingten Pause. 

Kleine und mittlere Unternehmen verfügen häufig nicht über die personelle Ausstattung eines Großunternehmens und benötigen schnelle, direkte und unbürokratische Unterstützung. Ihnen können im Rahmen des Projekts individuelle Lösungen unter anderem hinsichtlich der Arbeitszeit, Arbeitsorganisation und der Organisation von Weiterbildung aufgezeigt und die Vernetzung mit anderen Unternehmen ermöglicht werden.

Das Projekt familyNET wird mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. Es wird unterstützt durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Darüber hinaus beteiligen sich an der Finanzierung der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V. – Südwestmetall und der Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e. V. Die BBQ Berufliche Bildung gGmbH, eine Tochtergesellschaft des Bildungswerkes der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V., setzt das Projekt familyNET um. Kooperationspartner ist der Landesfamilienrat Baden-Württemberg. 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt.

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