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15.03.2013, Heilbronn - Heilbronner Stimme
Neue Chancen für Geringqualifizierte - Konzept des Bildungswerks wird bei Thyssen-Krupp System Engineering umgesetzt

Wenn es um Fachkräftemangel geht, wird in der Region viel davon gesprochen, auch an- oder ungelernte Arbeitskräfte zu qualifizieren. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt sich gerade bei Thyssen-Krupp System Engineering (TKSE) in Heilbronn. Gemeinsam mit dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft werden bei dem Autozulieferer 17 Mitarbeiter nachqualifiziert. Im Idealfall, berichtet Thomas Hennige vom Bildungswerk, steht am Ende der Maßnahmen die Facharbeiterprüfung bei der IHK zum Maschinen- und Anlageführer.

Flexibel

Das Besondere an dem neuen Konzept des Bildungswerks ist seine Flexibilität. Die jeweiligen Mitarbeiter in den Betrieben sollen bedarfsgerecht aus- und weitergebildet werden. Deshalb ist die Nachqualifizierung modular aufgebaut und besteht aus sechs Teilqualifikationen. Die 17 Mitarbeiter von Thyssen-Krupp System Engineering haben von November 2012 bis Februar 2013 das erste Modul durchlaufen, das "Spanende Fertigungstechniken" zum Inhalt hatte. 13 der Teilnehmer haben Anfang März mit dem zweiten Modul Blechverarbeitung begonnen, wo es um das Zuschneiden und Abkanten von Metall geht. Im nächsten Schritt stehen die verschiedenen Schweißtechniken auf dem Programm.

Für jedes Modul bekommen die Teilnehmer ein Zertifikat des Branchenverbandes Südwestmetall. "Kein Mitarbeiter muss alle sechs Teilqualifikationen durchlaufen, jedes Modul steht für sich", erläutert Hennige. Somit könne der Arbeitgeber besser auf die jeweilige konjunkturelle Situation und auf die Bedürfnisse des Mitarbeiters reagieren. Diese Flexibilität war dem Autozulieferer sehr wichtig. "Das flexible Konzept zur Weiterbildung von an- und ungelernten Mitarbeitern passt zu unserem Qualifizierungsbedürfnissen und war ausschlaggebend für die Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk, sagt Edmond Biegger, Personalleiter bei Thyssen-Krupp System Engineering. 

Die betroffenen Mitarbeiter werden von ihrem Arbeitgeber für die Dauer der Maßnahmen freigestellt, an zwei Tagen in der Woche büffeln sie beim Bildungswerk die theoretischen Inhalte des jeweiligen Moduls. Gefördert wird das Projekt von der Heilbronner Arbeitsagentur, die je nach Möglichkeit auch passende Bewerber vermittelt.

Erwartungen

Sabine Schwarzer (34) ist eine solche Bewerberin. Die gelernte hauswirtschaftliche Helferin hofft nach dem ersten Modul bei TKSE auf eine dauerhafte Beschäftigung in der Metallbranche. "Meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich bin so froh, dass Thyssen-Krupp System Engineering mir die Möglichkeit gegeben hat, diesen Bereich kennenzulernen", sagt die gebürtige Heilbronnerin.

Zukunftsfest

Auch TKSE-Ausbilder Roland Paul ist mit dem Projektverlauf bislang zufrieden. "Wir haben einen Überblick über die Potenziale der einzelnen Teilnehmer erhalten und wissen nun, wie wir sie am besten schulen können", sagt er. Dadurch können Arbeitsplätze zukunftsfest gemacht werden und zugleich die Arbeitsqualität erhöht werden. Thomas Hennige vom Bildungswerk hofft darauf, dass sich nach dem erfolgreichen Start bei Thyssen-Krupp System Engineering weitere Firmen aus Baden-Württemberg für das Konzept interessieren. "Das ist eine tolle Sache für alle Beteiligten."

Hintergrund

Infos zum Programm

Die betriebliche Nachqualifizierung ist ein neues Konzept des Bildungswerks der baden-württembergischen Wirtschaft. Es wird von den Arbeitgeberverbänden in Baden-Württemberg und der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg, unterstützt. Gefördert wird die Weiterqualifizierung im Rahmen des Programms "Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer im Unternehmen" (Wegebau). Unternehmen, die sich für das Programm interessieren, melden sich beim Bildungswerk, Servicestelle Nachqualifizierung, Bildungscampus 3, 74076 Heilbronn. Ansprechpartner ist Thomas Hennige, Telefon 07131 20391-70, hennige@biwe.de

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