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10.12.2013, Leipzig
Erfolgreicher Abschluss der 1. BRIDGE Fachtagung

Im Rahmen der Fachtagung zum Projekt BRIDGE – Beruf und Bildung in Tunesien: Export deutscher Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen wurden am 6.12.2013 im Felix-Klein-Hörsaal der Universität Leipzig die ersten wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisse diskutiert. Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Thorsten Posselt, Inhaber der Professur für Innovationsmanagement und Innovationsökonomik an der Universität Leipzig, wurden am Vormittag die wissenschaftlichen Erkenntnisse präsentiert.

Unter der Moderation von Prof. Dr. Reichwald (HHL) begannen die Fachvorträge mit einer Bedarfsanalyse zur Erfassung der Anforderungen des tunesischen Bildungsmarktes, vorgetragen von Romy Hilbig (Universität Leipzig). Im Anschluss stellte Marc Marheineke (HHL) die Herausforderungen dar, die Bildungsexporteure meistern müssen, um ihre Leistungen als Remote Service erbringen zu können. Die grundlegend unterschiedlichen wissenschaftlichen Vorgehensweisen bei der Datenanalyse förderten spannende Erkenntnisse zutage, die die Basis für eine Diskussion über die Grenzen von Online-Plattformen bildeten.

Am Nachmittag standen Vorträge aus der Praxis im Mittelpunkt. Thoralf Krause (SKZ – Das Kunststoff-Zentrum) berichtete von höchst aufschlussreichen Erfahrungen aus der MENA-Region und den Spritzguss-Pilotschulungen, die in Tunesien beim Projektpartner durchgeführt wurden. Kulturelle  Barrieren und die Notwendigkeit von fachkundiger Übersetzung, aber auch die hohe Motivation der Schulungsteilnehmer in Tunesien wurden besonders betont. Ähnliche Schlüsse konnte Susanne Dieing vom Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. ziehen, die darüber hinaus den Bedarf an Schulungen im Bereich Führungsmanagement unterstrich. Anschließend profitierten die Teilnehmenden von Helmut Gerlachs (Marquardt) Ausführungen und Erfahrungen, die er im Rahmen seiner jahrelangen Tätigkeit mit den tunesischen KollegInnen sammelte. Dies verschaffte den Projektpartnern im Hinblick auf das Design der Bildungsmodule zusätzlich einen „Blick von innen“. Dr. Bernhard Doll (Orange Hills) stellte daraufhin den von seinem Unternehmen entwickelten BRIDGE-Learner vor, der die Funktion einer geeigneten Online-Plattform einnehmen soll. Hiermit können nicht nur Bildungsdienstleistungen via Remote Service erbracht, sondern ebenso eventuell auftretende Probleme diskutiert und der Kontakt zum passenden Experten hergestellt werden. Einige Barrieren können durch dessen Umsetzung durchbrochen werden. Dr. Stefan Wolf (TU Berlin), der seine Erfahrungen aus dem Web-TT-Projekt in Ägypten bei nachfolgendem Vortrag teilte, empfahl in diesem Zusammenhang, die SchulungsteilnehmerInnen im Zielland langsam an neue Technologien heranzuführen, um für eine nachhaltige und erfolgreiche Implementierung zu sorgen. Die schwierige Wissensvermittlung allgemein stelle ein Problem dar, für dessen Bewältigung bereits im Voraus ein Lösungsansatz entwickelt werden solle. Außerdem sei das ungleiche Wissensniveau ein zentraler Aspekt, den es zu beachten gilt. Abschließend fand eine Diskussion statt, die stark von den Erkenntnissen des bereits abgeschlossenen Parallelprojekts profitierte.

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