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11.09.2014, Berlin/Ostwürttemberg
Väter in den Mittelpunkt gerückt – Erfolgreiche Bündnisarbeit für mehr Partnerschaftlichkeit - Regionales Bündnis für Familie in Ostwürttemberg als „Bündnis des Monats September 2014“ ausgezeichnet

Bereits seit zehn Jahren engagieren sich Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Kirchen und der Politik im Regionalen Bündnis für Familie in Ostwürttemberg für ein familienfreundliches Arbeits- und Lebensumfeld. Mit dem Ziel, berufstätigen Eltern eine partnerschaftliche Aufteilung im Familien- und Berufsleben zu ermöglichen, hat das Regionale Bündnis das Thema „Väter“ zu einem seiner Schwerpunktthemen gemacht. Darüber hinaus setzt sich das Bündnis für eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ein und hat hierzu unter anderem einen Praxisleitfaden für Personalverantwortliche entwickelt. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Regionale Bündnis für Familie in Ostwürttemberg für sein Engagement als „Bündnis des Monats September 2014“ ausgezeichnet.

Die Bündnisakteurinnen und -akteure haben bei ihren Aktivitäten eine gesellschaftliche Entwicklung aufgegriffen: Viele Mütter und Väter wollen sich berufliche und familiäre Aufgaben partnerschaftlich teilen. Väter wollen mehr Zeit für die Familie haben. Dies nahm das Regionale Bündnis für Familie in Ostwürttemberg zum Anlass, 2013 zahlreiche Veranstaltungen zu organisieren, die den Wandel der Väterrolle in Familie und Beruf thematisierten: In Kooperation mit dem Arbeitgebernetzwerk familyNET Aalen und der IHK Ostwürttemberg lud das Bündnis für Familie im Juni zu einem Fachtag ein. Dabei erfuhren Personalverantwortliche, wie eine aktive Vaterschaft durch betriebliche Maßnahmen unterstützt werden kann. Auf einer weiteren Veranstaltung mit dem Titel „Papa ante portas“ boten die Bündnisakteurinnen und -akteure Workshops für pädagogische Fachkräfte an, bei denen die Teilnehmenden Impulse für die Arbeit in Kindertagesstätten erarbeiteten. Dabei diskutierten sie beispielsweise, wie Väter mit pädagogischen Themen erreicht werden können und welche Rolle Väter bei der Identitätsentwicklung von Kindern spielen.


Regionales Bündnis arbeitet eng mit Unternehmen zusammen
Die Bündnisarbeit in Ostwürttemberg fußt auf einer engen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft. Für Jörn P. Makko, Vorstandsmitglied des Bündnisses und Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, Bezirksgruppe Ostwürttemberg, hat das Bündnis eine große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort: „Das Regionale Bündnis für Familie ist ein wichtiger Partner unseres Arbeitgebernetzwerkes familyNET und mit seinen praktischen Impulsen für eine familienbewusste Industrieregion Ostwürttemberg ein bedeutender Baustein der Fachkräftesicherung.“ Das Bündnis setzt sich in Kooperation mit zahlreichen Unternehmen beispielsweise für neue Teilzeit-Ausbildungsplätze ein. Dadurch sollen junge Eltern die Möglichkeit erhalten, Kindererziehung und Ausbildung unter einen Hut zu bekommen.

Im Bündnis sind auch einige Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege entstanden. So haben die Bündnisakteurinnen und -akteure beispielsweise einen Praxisleitfaden entwickelt, der Personalverantwortlichen aufzeigt, wie sie Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen unterstützen können. Die Broschüre enthält unter anderem Hintergrundinformationen zu rechtlichen Grundlagen, Checklisten für betroffene Beschäftigte, Kontaktadressen von Pflegestützpunkten sowie einen Fragebogen, mit dem Unternehmen den Unterstützungsbedarf ihrer Beschäftigten ermitteln können.

Im November 2013 hat das Bündnis zudem in Kooperation mit familyNET, den Altenhilfefachberatungen der Landratsämter Ostalbkreis und Heidenheim und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall Personalverantwortliche zu der Veranstaltung „Wer heute das Altern nicht plant, sieht morgen alt aus!“ eingeladen. Die rund 70 Führungskräfte bekamen bei der Veranstaltung anhand von Beispielen aus der Praxis aufgezeigt, wie Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützen können, Pflege und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Im kommenden Jahr steht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Alleinerziehenden im Mittelpunkt

Im Juli 2014 hat das Regionale Bündnis für Familie in Ostwürttemberg sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Bei der Jubiläumsveranstaltung präsentierte das Bündnis den Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kirchen und Gesellschaft erstmals seinen Bündnis-Imagefilm. Bündnisakteurinnen und -akteure, die zum Teil seit der Gründung dabei sind, würdigten dort die Erfolge der vergangenen zehn Jahre und zeigten auf, wie sie auch in Zukunft Familien unterstützen können. Ein Schwerpunktthema für 2015 haben die Bündnisakteurinnen und -akteure schon festgelegt: Im kommenden Jahr werden sie sich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Alleinerziehenden widmen.


Hintergrund
Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter über 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. Rund 670 Lokale Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv (Stand August 2014). Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Servicestelle wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

http://www.netzwerk-familie-bw.de/?p=309

www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de

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