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11.11.2015, Friedrichshafen
MINT-Kongress begeistert für Technik

Südwestmetall lud zum landesweiten Kongress „MINT Zukunft schaffen“ nach Friedrichshafen ein – 240 Lehrkräfte und Erzieherinnen nahmen an den Workshops und Veranstaltungen in Dornier Museum, Zeppelin Museum und ZF teil.

Das Interesse war groß und die Resonanz in jeder Hinsicht positiv: Rund 240 Lehr- und Fachkräfte aus Schulen und Kindertageseinrichtungen nahmen am landesweiten Kongress „MINT Zukunft schaffen“ teil, zu dem der Arbeitgeberverband Südwestmetall in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nach Friedrichshafen – zu Fortbildungsveranstaltungen und Workshops ins Dornier Museum, ins Zeppelin Museum und in die ZF Friedrichshafen AG – eingeladen hatte.

Die nachhaltige Verankerung der frühen naturwissenschaftlichen Bildung im Kindergartenalltag und eine Unterstützung der Fachschulen für Sozialpädagogik bei der Herausbildung eines naturwissenschaftlich-technischen Profils soll im Rahmen des Projekts „Technik-ErzieherInnen-Akademie (TEA)“ vorangetrieben werden. Die entsprechende Rahmenvereinbarung wurde von Johannes Krumme (Leiter des Referats Schule und Berufsbildungspolitik Südwestmetall) und Hildegard Rothenhäusler (Ministerialrätin im baden-württembergischen Ministerium für Kultus, Jugend und Sport) unterzeichnet und bis 2020 verlängert.

„Mit Blick in die Zukunft ist es unverzichtbar, die MINT Förderung in Kindergarten und Grundschule besser zu verzahnen und aufeinander abzustimmen“, lautet der Appell von Johannes Krumme. Eine stärkere Berücksichtigung der informationstechnischen Grundbildung in den Klassen fünf und sechs sei darüber hinaus dringend notwendig. „Der jetzt in der Anhörung befindliche Bildungsplan reicht hier nicht aus“, betont Johannes Krumme. „Gerade bei MINT-Fachkräften sorgt der demografische Wandel für einen hohen Ersatzbedarf“, so ZF-Vorstandsmitglied Jürgen Holeksa in seiner Grußrede. „Jedes Jahr scheiden beispielsweise etwa 40.000 Ingenieure aus dem Erwerbsleben aus. Hinzu kommen Tausende Mathematiker und Naturwissenschaftler, die in Rente gehen. Diese aktuellen und künftigen Ruheständler müssen kontinuierlich ersetzt werden.“

„Denken lohnt sich! Ohne die Erfindung der Glühbirne müssten wir zum Beispiel heute noch bei Kerzenlicht Fernsehen!“ Das weiß nicht nur Vince Ebert, diplomierter Physiker und Moderator der ARD-Sendung „Wissen vor acht“, der seinen Vortrag im Dornier Museum wie gewohnt humoristisch gestaltete. Zu denken, Spaß zu haben und Erfahrungen mit ganz praktischen Übungen zu machen, diese Gelegenheit gab es für Schüler aus der Region im „Discover Industry Truck“ bei der ZF. Mit einem 3D-Scanner ein virtuelles Design erstellen? Einen Roboter programmieren, der auf einem Brett verschiedene Punkte ansteuern kann ohne eventuelle Hindernisse zu berühren? Das kam bei den künftigen Abiturienten gut an. „Hier bekommt man interessante Einblicke und kann ganz neue Sachen ausprobieren“, so der allgemeine Konsens.

Beim Workshop „Alles dreht sich! Technische Bildung in Einrichtungen frühkindlicher Pädagogik“ ging es zum Beispiel um die Frage, was wäre, wenn das Rad nicht erfunden worden wäre und um die Aufgabenstellung eine rollende Kugel von A nach B zu befördern – gearbeitet wurde mit einfachen Dingen, die im Kindergarten vorhanden sind oder leicht beschafft werden können. „Wir wollen Berührungsängste abbauen und zeigen, dass man mit Kindern forschen kann ohne selbst ein technisches Genie zu sein“, betonte Südwestmetall-Projektleiterin Christiane Huber. Mission geglückt: „Klasse Veranstaltung! Gerade das praxisbezogene Arbeiten gefällt mir sehr gut“, sagte etwa Sarah Ostwald, Erzieherin aus Weinstadt.

„MINT Zukunft schaffen“

„MINT“ ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Der landesweite Kongress „MINT Zukunft schaffen“ wurde vom Arbeitgeberverband Südwestmetall in Kooperation mit der Initiative „MINT Zukunft Schaffen“, dem Minsterium für Kultus, Jugend und Sport, der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg, der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und der ZF Friedrichshafen AG veranstaltet. Weitere Partner war das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und die Zeppelin-Stiftung.

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