ETAPP: Modularisierungsstandards gehen in die Entwicklung

  in Berlin | BIWE

Das BMBF-geförderte Projekt „ETAPP – mit Teilqualifizierung zum Berufsabschluss“ geht nach erfolgreichem Auftakt in die nächste Projektphase: Gemeinsam werden bundesweite Mindeststandards für Teilqualifizierungen (TQ) erarbeitet.

 

Wie sollten Qualifizierungsmodule aussehen, die in Qualität und Inhalt den Berufsbildern entsprechen? „Diese Frage steht im Zentrum der Projektarbeit von ETAPP“, so der Koordinator Uwe Bies-Herkommer vom Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft. Erste Praxismeinungen werden zurETAPP-Leitlinien für Teilqualifikationen von Vertretern der Dienstleistungsbranche eingeholt. Ausgangspunkt des Fachgesprächs sind die Berufsbilder Gebäudereiniger sowie Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. In beiden Berufen finden sich in ganz Deutschland zahlreiche offene Stellenangebote. Sie bieten deshalb Menschen in der Nachqualifikation gute Chancen für einen raschen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Weitere Berufsbilder mit hohem Einstiegspotenzial werden folgen.

Die TQ-Entwicklung ist auch Teil der Nationalen Weiterbildungsstrategie. Der Austausch findet deshalb im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin statt. Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob die bisherigen Leitlinien zur Entwicklung von TQ für die Bildungsanbieter und Teilnehmer tragfähig sind. „Sie ist dann sinnvoll, wenn die bildungspolitischen Grundsätze der beruflichen Bildung und des dualen Systems berücksichtigt und dessen Qualitätsstandards nicht unterlaufen werden“, unterstreicht Bies-Herkommer. Weiterhin müssen die Erfordernisse des Arbeitsmarktes sowie die Fördervoraussetzungen der Bundesagentur für Arbeit berücksichtigt werden. Erst auf dieser Grundlage können weitere Schritte bis hin zur Standardisierung mit Vertretern der Sozialpartner und der Kammern folgen.

Das Projekt ETAPP* ist beim Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V. angesiedelt und wird in Kooperation mit den Bildungswerken der Bayerischen und der Sächsischen Wirtschaft umgesetzt. Ziel ist ein bundesweit standardisiertes „Modulsystem Teilqualifizierung“ als Handlungsempfehlung für die bildungspolitischen Entscheidungsgremien zu entwickeln, um Parallelentwicklungen zu vermeiden bzw. aufzuhalten. Das Projekt wird für drei Jahre (2019 bis 2022) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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