Digitale Prüfungsvorbereitung: Es kommt auf die richtige Mischung an

  Sandra Megahed & Ann-Catrin Zirnig | Aus dem NetzwerkAusbildung 4-0Q 4.0 Talk

Im Mittelpunkt des Q 4.0 Talks am 09.06.2021, den wir gemeinsam mit unseren NETZWERK-Q-4.0-Kollegen  aus Hamburg durchgeführt haben, stand das Thema Digitale Prüfungsvorbereitung.

Dass das Thema aktueller denn je ist, zeigte alleine die hohe TeilnehmerInnnen-Zahl: Über 100 Personen aus dem Bereich der beruflichen Ausbildung haben an der Veranstaltung teilgenommen.


Zwei Unternehmen berichteten von ihren praktischen Erfahrungen: Thomas Haselmeier von der Chiron Group SE sowie Jan Wehlen und Ralf Pascher von der Still GmbH. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ann-Catrin Zirnig (Südwest) und Lisa-Maria Eicher (Hamburg) vom NETZWERK Q 4.0. 

 


Schnell wurde deutlich, dass die digitale Prüfungsvorbereitung nicht isoliert betrachtet werden kann. In der Mentimeter-Umfrage gab die Mehrzahl der Teilnehmenden an, ihre Azubis sowohl in Präsenz als auch digital auf Prüfungen vorzubereiten. Hier waren sich alle drei Referenten einig: Damit dies gut gelingen kann, kommt es auf den entsprechenden Mix der beiden Varianten an. 


Einen sehr differenzierten Blick auf das Thema gewährte Thomas Haselmeier von der der Chiron Group SE: „Es steckt weit mehr dahinter als Prüfungsunterlagen zu digitalisieren oder Home-Office-Unterricht.“ Er zeigte, wie flexibel und gleichzeitig individuell die Auszubildenden vorbereitet werden können.

Zunächst müssten jedoch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, sodass keine Benachteiligung entstehe: Die Azubis bräuchten die entsprechende Grundausstattung wie Tablets sowie orts- und zeitunabhängige Möglichkeiten, auf die Lernplattform zugreifen zu können. Ein wichtiger Bestandteil sei die Einbindung der Auszubildenden, beispielsweise bei der Erstellung von Lernvideos. Ein weiterer großer Vorteil: „Diejenigen, die mehr tun möchten, werden dadurch nicht ausgebremst, sondern motiviert“, sagt Thomas Haselmeier.


Bei der Still GmbH hat man bei der Vorbereitung der MechatronikerInnen ebenfalls sehr wertvolle Erfahrungen gemacht. Bedingt durch die Home-Office-Situation fanden die einstündigen Fachgespräche online eins zu eins statt – und das jeweils zweimal die Woche. Bei zehn MechatronikerInnen sei dies schon ein gewisser zeitlicher Aufwand. Aber es habe sich ausgezahlt: Die Azubis fühlten sich dadurch sehr wertgeschätzt. „Die Gesprächsatmosphäre war persönlicher, die Auszubildenden haben es eher als Coaching wahrgenommen“, sagt Ralf Pascher. 


Die Veranstaltung hat gezeigt: Digitale Prüfungsvorbereitung in der Ausbildung ist durchaus machbar und erfolgreich umsetzbar. E ist jedoch ein guter Mix aus Präsenzveranstaltungen und der Nutzung von digitalen Möglichkeiten notwendig und natürlich kommt keine Umstellung, auch nicht die auf das Lernen mit digitalen Medien, ohne einen gewissen Aufwand aus.

 Hier geht es zur Veranstaltungsdokumentation im Download.
 
 
 

 

 

 

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