Bundesweites Projekt „Netzwerk Q 4.0“: Ausbildungspersonal im digitalen Wandel vernetzen und qualifizieren

  Jackie Reichert | Aus dem NetzwerkPresseAusbildung 4-0

Wir, das Team des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V., setzen das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Netzwerk Q 4.0“ zur Qualifizierung des Berufsbildungspersonals im digitalen Wandel um.


Ziel ist die Entwicklung von fachlichen Qualifizierungsangeboten mit und für betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder, um zukünftig geforderte Kompetenzen bei den Auszubildenden entwickeln zu können. Laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) „sehen 44 Prozent der ausbildenden Unternehmen in der Qualifizierung ihrer Ausbilder Handlungsbedarf. So fehlt es dem Berufsbildungspersonal häufig an Kenntnissen im Bereich digitaler Fachkompetenzen und Lehrmethoden. […] Zwei Drittel der Unternehmen haben zudem Schwierigkeiten, passende Weiterbildungsangebote zu finden.“ (Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (Hrsg.), Dezember 2019).


Unterstützung für Ausbildung erwünscht

Genau an dieser Stelle setzen wir mit unserem neuen Projekt an. Das Bundesbildungsministerium fördert in diesem Rahmen ein bundesweites Netzwerk mit Fokus auf die Qualifizierung von betrieblichem Ausbildungspersonal zur kompetenzbasierten Anpassung der Ausbildung an den digitalen Wandel. In Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. (IW) und deutschlandweit insgesamt 12 Bildungswerken der Wirtschaft werden sowohl branchen- als auch regionalspezifische Qualifizierungsangebote entwickelt und umgesetzt.


Unser Ziel ist es außerdem, einen bundesweiten Standard im Sinne eines/einer „Ausbilders/in 4.0“ zu erstellen. Im ersten Schritt werden wir die Bedarfe durch Einzel-Interviews, Ausbildungsbesuche und Workshops mit verschiedenen Ausbildern und Ausbilderinnen und weiteren Stakeholdern erfassen. Im nächsten Schritt wird die Problemstellung gemeinsam zugespitzt, sodass von uns passgenaue Lösungen für die Zielgruppe entwickelt werden können. Erste Prototypen sollen dann kurzfristig getestet werden, um danach in die detailgenaue Ausarbeitung und Anpassung gehen zu können. Die fertig entwickelten Qualifizierungen werden dann zuletzt erprobt und im Austausch mit dem teilnehmenden Ausbildungspersonal zu ausgereiften Angeboten weiterentwickelt. Als Orientierung in diesem Prozess dient uns das Konzept Design Thinking, welches dafür sorgt, dass stets der Nutzer eines Produktes im Fokus bleibt. In unserem Fall also, dass wir die Wünsche und Bedürfnisse der Ausbilder und Ausbilderinnen nicht aus dem Blick verlieren.

In Baden-Württemberg, der Pfalz und dem Saarland sind wir in sechs regionalen Koordinierungsstellen des Bildungswerks aktiv. Diese sorgen für die regionale Vernetzung der Akteure. Wir, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstellen beraten die Ausbildungsunternehmen, diskutieren mit den Ausbildern die zukünftig geforderten Kompetenzen und stoßen dann die Entwicklung der passgenauen Angebote von Experten an. 

Interessierte Unternehmen können sich entweder direkt bei den jeweiligen Koordinierungsstellen oder bei unserem Projektleiter Markus Singler melden. Er koordiniert das Projekt und freut sich schon darauf, wenn das Team im April komplett ist. „Die Ergebnisse der ersten Interviews zeigen uns ein sehr vielfältiges Bild. Es wird deutlich, dass die Vorstellungen von der Ausbildung der Zukunft noch unscharf sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir mit unserem Projekt Impulse bezüglich der Ausbilderkompetenzen setzen.“

Das Projekt Netzwerk Q 4.0 ist Teil der BMBF Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel - Q 4.0.  Die Initiative gehört zur BMBF-Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ und ist Bestandteil der Initiative „Berufsbildung 4.0“.

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