Open Space: Wir packen unseren Koffer!

  Markus Singler | Aus dem Netzwerk

Kurzzeitcoaching, Lernplattform, projektbasiertes Lernen, Lehrgespräch, Online-Meeting, Reflektion, innerbetrieblicher Unterricht: der Methodenkoffer ist prall gefüllt bei den Ausbildungsunternehmen in Deutschland!

Kein Wunder also, dass sich die Beteiligten gut gerüstet sehen für das neue Ausbildungsjahr.

Hier finden Sie weitere Impulse für Methoden:  https://www.wirausbilder.de/ausbildungsmethoden/die-ausbildungsmethoden/ 

Allerdings bereitet die sinkende Anzahl an Bewerbungen Anlass zur Sorge.  Die digitalen (Ersatz-)Formate im Ausbildungsmarketing greifen erfahrungsgemäßig nicht so gut, berichteten alle unisono, um die Jugendlichen zu erreichen und zu einer Bewerbung zu bewegen. Außerdem hapere es oft an grundlegenden Dingen, die einer erfolgreichen Ausbildung im Weg stehen: schlecht aufbereitete Bewerbungsunterlagen,  mangelhafte Vorbereitung des Bewerbungsgesprächs, fehlende Ausdrucks- und Präsentationsfähigkeiten, wechselhafte Motivation. In Zeiten digitaler Medien beschränkten sich Jugendliche gerne auf Kurznachrichten und vernachlässigen darüber die im Beruf unbedingt notwendigen, sprachlichen Kommunikationsformen. Das müsse dann in der Ausbildung aufgefangen werden, z.B. durch Patenprogramme zwischen älteren Azubis und jüngeren Azubis, Trainingsangebote (Knigge) und individuellen Übungseinheiten (Präsentieren).

Fakt ist, dass in der Lebenswirklichkeit der jungen Generation das Handy als Medium im Mittelpunkt steht, was man sich eher zunutze machen als ablehnen sollte. So sind Kurz-Bewerbungen per Handy-Video oder Messenger-Dienst denkbar, bevor der obligatorische Lebenslauf und die Zeugnisse als Bewertungsgrundlage herangezogen werden. Jedoch gestaltet sich die Veränderung eines solchen Auswahlprozesses (weg von den Noten) nicht immer einfach bzw. gerät zur "Raketenwissenschaft", wenn schlussendlich ein objektives, nachvollziehbares Urteil herauskommen soll.

Die Kompetenz-Unterschiede zwischen den Azubis sind dann letztendlich immer noch groß bzw. werden immer größer. Deshalb ist es gut, wenn man darum weiß und darauf individuell reagieren kann (Einstufungstests zu Beginn der Ausbildung).

Neben diesen Themen wurden in den 90 Minuten noch weitere Fragestellungen diskutiert, die einzelne Teilnehmer*innen einbrachten (Bedeutung von praxisintegierenden Studiengängen, Wirksamkeit von Kooperationsvereinbarungen mit Schulen, Wege im Ausbildungsmarketing), bevor sich alle Beteiligten - bereichert von vielen neuen Impulsen - verabschiedeten.

Vielleicht war das der vielversprechende Auftakt für ein gemeinsames, bundesweites Format der Zukunft?!

 

 

Das nächste Mal findet der Open Space am Mittwoch, den 15. September statt (wie immer ab 13 Uhr). Herzliche Einladung schon jetzt! Wir freuen uns bis dahin auf Ihre Fragen und Anregungen auf dem Padlet: https://padlet.com/q40/chieodb35uh9pwk4!

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Bemerkungen :

Thomas Fink 05.08.2021 um 15:04
Das ist ein spannendes Themenfeld und ich freue mich auf einen guten Austausch.