Rückblick Q-Talk: Lean-Methoden für die Ausbildung(sorganisation)

  Sandra Megahed | Aus dem NetzwerkAusbildung 4-0Q 4.0 Talk

Effiziente Prozesse in der Produktion will jeder, digitale Prozesse im Unternehmen fordern alle. Aber was gibt es für Möglichkeiten, die Prozesse in der Ausbildung zu verbessern?

In unserem Q 4.0 Talk am 13.07.2021 drehte sich alles rund um das Thema „Lean-Methoden für die Ausbildung(sorganisation)“.
In einem interaktiven Frage- und Antwortformat, moderiert von Ann-Catrin Zirnig, beleuchteten Dr. Markus Maier von lean2sigma und Tobias Fischer von TF Unternehmensberatung das Thema aus drei Perspektiven: der Bedarf der Organisation, die Motivation der Auszubildenden sowie die Herausforderung der Ausbilder*innen.
Der Begriff „Lean“ steht für die Gesamtheit aller Methoden für eine effiziente Wertschöpfungskette und ist den meisten aus dem Kontext der Produktion bekannt. Den beiden Referenten gelang es sehr gut, den Bogen zu spannen vom Grundgedanken über Digitalisierung bis hin zum Einsatz in der beruflichen Ausbildung.
In Bezug auf die Digitalisierung sieht Markus Maier Lean sogar als Voraussetzung. Denn Digitalisierung habe das Potenzial, Verschwendungen zu provozieren und nicht unerhebliche Kosten zu verursachen.
Bei Lean ginge es vor allem um die innere Haltung, statt Toolset-Arbeit sei hier das Mindset entscheidend.

 

 

„Lean ist ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis“, Markus Maier, lean2sigma

 

Wenn Ausbildungsbetriebe sich mit dem Gedanken tragen, Lean in ihre Organisation zu integrieren, gibt Tobias Fischer Tipps aus der Praxis: „Wesentlich ist zunächst, dass Sie mit Lean nicht in Konkurrenz zum klassischen Ausbildungssystem treten. Es geht nicht darum, die Ausbildung zu verbessern, sondern sie zu ergänzen.“ Einen weiteren entscheidenden Punkt sieht er, die Geschäftsführung auf jeden Fall in dem Prozess mitzunehmen. Die Einführung der Lean-Denkweise bei Auszubildenden sollte am besten auch on the job statt nur im Tagesgeschäft passieren.
Ein erster Schritt könnte, so Markus Maier, sein, mit offenem Auge durch die Organisation zu gehen und sich zu fragen „Was machen wir denn schon richtig?“ Im nächsten Schritt ginge es um das Sichtbarmachen.

„Sie haben alle mehr Lean-Know-How als Sie denken. Denn Lean ist ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis.“

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