Im Rahmen unseres Projektes "Berufsbildungspartnerschaft in Ruanda", finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die sequa gGmbH, haben wir diese Woche unsere ruandischen Kolleg*nnen und Projektpartner*nnen in Deutschland begrüßt. Um unsere Zusammenarbeit zu vertiefen und den Wissensaustausch zu fördern, besuchten wir verschiedene Institutionen und Akteure, die an der Umsetzung der dualen Ausbildung in Deutschland beteiligt sind.
Am 12. Oktober besuchte die achtköpfige Delegation aus Ruanda im Rahmen ihrer einwöchigen Reise auch verschiedene Institutionen in Freiburg. Die Vertreter*nnen des Bildungswerks sowie der SOS Kinderdörfer in Ruanda, des ruandischen Metallverbands und zweier Berufsschulen in Kigali arbeiten für oder mit BIWE als Teil unserer Berufsbildungspartnerschaftsprojekte in Ruanda.
Der Tag startete mit einem Besuch in der Gewerbe Akademie Freiburg. Zu Beginn führte der Abteilungsleiter des Berufsausbildungsservices der Handwerkskammer Freiburg die Gruppe in das duale Ausbildungssystem in Deutschland und die Rolle der Handwerkskammern ein. Danach zeigten ihnen die Ausbildungsmeister die Lehrwerkstätten im Bereich Metall, Sanitär und Heizung sowie Automobil und informierten sie über den Praxisunterricht an der Gewerbe Akademie. Außerdem wurde der Delegation durch einen Auszubildenden die neueste Schweißtechnik präsentiert.
Nach einem stärkenden Mittagessen ging es weiter mit einem Besuch bei der P3-Werkstatt. In der Schreinerei, Metall- und Elektrowerkstatt finden neben der Fertigung innovativer Produkte auch Ausbildungsvorqualifizierungen von jungen Menschen statt, die perspektivisch eine Ausbildung im Handwerk absolvieren wollen. Besonders interessant war dabei den wassersparenden, erdenlosen hydroponischen Gartenbau sowie die solarbetriebenen transportablen Fahrradaufbauten kennen zu lernen. Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen bevor es dann am nächsten Tag weiter nach Stuttgart ging.

