Drittes Netzwerktreffender Ausbildungsbotschafter-Initiativen in Berlin

  Berlin  BIWE
Ausbildungsbotschafter bauen Vorteile ab und zeigen Chancen auf

60 Initiativen aus ganz Deutschland kamen im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Erfolgsstrategien auszutauschen. Auch das Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V. war mit der Netzwerkkoordinatorin Monika Schmitt aus Südbaden vertreten. Bernhard Kluttig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), würdigte in seinen Grußworten das Engagement der einzelnen Akteur*innen und hob die Bedeutung der Initiative für die Berufsorientierung hervor.

Ein zentraler Programmpunkt war der Impulsvortrag von Dr. Marc Calmbach vom Sinus Institut. Unter dem Titel "Berufsorientierung Jugendlicher – Zukunftskompetenzen, Unterstützungsbedarfe und Ansprache" beleuchtete er, wie wichtig die Bemühungen der "Initiative Ausbildungsbotschafter" im Bereich der Beruflichen Orientierung sind. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung von Peer-Groups bei der Berufswahl.

Daran anschließend wurde in vier verschiedenen Workshops differenziert darüber diskutiert, wie die Initiative Ausbildungsbotschafter noch wirksamer sein kann. So wurde auf folgende Themen geschaut: Elternarbeit, Gen Z, Veranstaltungsformate und Evaluation. Die Gen Z ist eine sehr heterogene Gruppe, wie auch Dr. Calmbach im Vortrag betonte. Um Jugendliche gezielt anzusprechen, ist es wichtig, ihre individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund profitieren von Botschafter*innen mit ähnlicher Herkunft, die ihnen das System der dualen Ausbildung authentisch näherbringen. Zudem müssen Eltern verstärkt einbezogen werden, um Vorurteile abzubauen und Chancen aufzuzeigen.

Fazit: Die Ausbildungsbotschafter-Initiativen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Berufsorientierung der Gen Z. Erfolgsversprechend ist es, wenn die Schüler*innen dort abholt werden, wo sie stehen – indem Ausbildungsbotschafter*innen authentisch ihre eigenen, persönlichen Geschichten erzählen und als ehrliche Vorbilder wahrgenommen werden.


Wer steht hinter der „Initiative Ausbildungsbotschafter“? 
Die Initiative Ausbildungsbotschafter ging aus dem Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg hervor. Sie wird von den baden-württembergischen IHKs, den Handwerkskammern, den Unternehmerverbänden, auch von Südwestmetall und den Gewerkschaften unterstützt. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert die Initiative mit einer flächendeckenden Struktur. 
Umgesetzt wird die Initiative Ausbildungsbotschafter in der Ortenau vom Bildungswerkes der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V. und der BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH.
Die Initiative Ausbildungsbotschafter kommt auf Anfrage an alle Schularten, um die jungen Schülerinnen und Schülern bei der Berufsorientierung zu unterstützen.
Mehr Infos zur Initiative finden Sie unter: www.gut-ausgebildet.de

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Drittes Netzwerktreffen in Berlin. Foto: Andreas Mertens / BMWK

Bernhard Kluttig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Foto: Andreas Mertens / BMWK