Der afrikanische Kontinent wächst und wächst und zeigt dies vor allem im Baubereich. Allen voran Infrastrukturprojekte wie etwa Brücken, Flughäfen und Staudämme in jedem Land des Kontinents zu finden. Bauträger dieser Megavorhaben sind meist Firmen aus China oder der Türkei. Beispiele für Bauvorhaben in Ruanda sind der neue internationale Flughafen in Bugesera (Fertigstellung 2024) und die Kigali Arena (bereits in Betrieb). Letztere hatte im letzten Jahr bereits Austragungsort für die afrikanischen Basketball und Volleyball Meisterschaften sein dürfen.
Trotz der vielen Projekte schicken Bauträger meist Mitarbeiter aus ihren Ursprungsländern zur Führung und Wartung der Baumaschinen, da meist das lokale Know-how noch aufgebaut werden muss. Den Prozess des Kapazitäten Aufbaus unterstützt das Bildungswerk im Rahmen des „PartnerRwanda“ Projekts. Im Laufe des Jahres 2022 sollen 240 Baumaschinenführer in Ruanda theoretisch ausgebildet werden und praktische Erfahrungen sammeln können. Eine erste Kohorte von 60 Schüler*innen fing die Ausbildung am 21.02.2022 an.
Die Theorie des Kurzzeittrainings findet in sieben Wochen an Simulatoren und auf Übungsplätzen mit echten Baumaschinen wie etwa Radlader oder Baggern statt. Daraufhin können die Schüler dann in einem fünfwöchigen Praktikum ihr gelerntes Wissen anwenden und legen dabei auch eine Fahrprüfung ab. Nach bestandener Fahrprüfung und Ausbildung können die Schüler dann auch mit einem offiziellen anerkannten Abschluss einer Arbeit auf Baustellen nachgehen.
Das Projekt "PartnerRwanda" wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die sequa gGmbH finanziert und ist Teil der Sonderinitiative "Ausbildung und Beschäftigung".


