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In den letzten 50 Jahren ist so einiges passiert.
Erkunden Sie die Geschichte des Bildungswerks.

1970er

Wie alles begann

Dass es das Bildungswerk gibt, verdanken wir weitsichtigen Unternehmern und Verbandsfunktionären, der Agenda der sozial-liberalen Koalition unter Willy Brandt – und den Studentenprotesten der späten 60er Jahre. In dieser Zeit herrscht auch in Deutschland zunehmender Unmut über fehlende Mitbestimmung in Politik, aber auch in den Betrieben.  Auf diese Kritik reagiert die Regierung unter Willy Brandt u.a. mit der Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes. 

Für die Arbeitgeber im Land stellte sich die Frage, wie sie mit dem stark von den 68ern geprägten Zeitgeist umgehen sollten. Für die Arbeitgeberverbände gab es nur eine Antwort: Bildung. Den letzten Impuls zur Gründung des Bildungswerks setzte erneut die Politik mit der Idee eines Rechts auf Bildungsurlaub.  Das ist der Grund dafür, dass Anfang der 70er Jahre in allen Bundesländern Bildungswerke gegründet wurden. 

Wer wir sind
und was uns antreibt

Durch die gesellschaftspolitischen Veränderungen wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern immer wichtiger. Das Bildungswerk hat dies früh erkannt und 1972 mit dem "Seminar für Betriebsräte" darauf reagiert. Diese Seminare sind bis heute, laufend aktualisiert, im Programm. 

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70 Jahre und kein bisschen müde

Vor Start der Betriebsratseminare und noch vor der Gründung des Bildungswerks fanden 1951 die ersten Industriemeisterseminare statt. Das Bildungswerk kann hier auf eine lange Tradtion zurückblicken. Das bedeutet aber nicht, dass wir müde werden, Meister, Vorarbeiter und anderen Führungskräften die besten Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten – im Gegenteil. 

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Wussten Sie?

Mit der Einführung des ersten Personal Computers veränderte sich die Arbeitswelt grundlegend ...

Vor 80 Jahren, am 12. Mai 1941, stellte der Computerpionier Konrad Zuse den Z3 der Öffentlichkeit vor. Damals fand die Präsentation in seiner Werkstatt in Berlin kaum Beachtung. Dabei gilt der Kasten, so groß wie ein Wandschrank, als der erste Computer der Welt – der erste Computer, der einer modernen Maschine ähnelte, war der Xerox Alto. Der Xerox Alto wurde nie verkauft, aber etwa 500 wurden an Universitäten auf der ganzen Welt eingesetzt. Steve Jobs erhielt 1979 eine Demo des Alto. Die verwendeten Konzepte bildeten die Grundlage für die Systeme Apple Lisa und Macintosh. Schließlich veröffentlichte IBM im August 1981 seinen ersten Personal Computer. 
 

1980er

Russisches Intermezzo

Durch die von Michail Gorbatschow seit 1986 eingeleitete Glasnost- und Perestroika-Politik näherten sich Deutschland und die Sowjetunion auch wirtschaftlich an. Während und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das Bildungswerk zum Vorbild für ähnliche Institutionen im ehemaligen Ostblock. In Sankt Petersburg half es mit, eine Management-Akademie aus dem Boden zu stampfen. Hauptverhandlungspartner damals war ein gewisser Herr Putin, zu dieser Zeit stellvertretender Bürgermeister der Stadt.

Wer wir sind
und was uns antreibt

Das „Berufspraktische Jahr“ (BPJ) startet 1984 in Baden-Württemberg. Träger war das Bildungswerk in Kooperation mit dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD). Das BPJ war die Reaktion der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) auf die steigende Jugendarbeitslosigkeit seit Anfang der 80er Jahre. Mittlerweile gibt es zahlreiche Projekte für junge Leute zum Start in Ausbildung und Beruf.

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Wussten Sie?

Der Computer wird ab den 80er Jahren zum wichtigen Arbeitsmittel. Mit dem ersten serienreifen Mobilfunktelefon und der E-Mail änderte sich unser Kommunikationsverhalten nachhaltig ...

1983 konnte das ersten Handy, ein Motorola Dynatac, gekauft werden: mit 800 Gramm so schwer wie eine Flasche Wasser und länger als eine DIN-A4-Seite. Mit ihm konnte man maximal 30 Minuten lang telefonieren, bei einer Ladezeit von 10 Stunden. Der Preis für den Urvater aller Handys betrug stolze 3.800 Dollar. Ein weiterer Meilenstein in der Kommunikation war die elektronische Post, kurz die E-Mail. Am 3. August 1984 um 10.14 Uhr landete die erste direkte E-Mail Deutschlands in den Postfächern von Werner Zorn, dem damaligen Leiter der Informatik-Rechnerabteilung an der Universität Karlsruhe. 

1990er

Berufliche Perspektiven für Alle

Wie sich das Bildungswerk vom reinen Seminaranbieter und dem Berufspraktischen Jahr für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz zum Rundum-Dienstleister für Bildung mauserte – und so neben Angeboten für Unternehmen auch Perspektiven für Zehntausende von jungen Leuten mit der Initiative "START 2000" entwickelte.

Wer wir sind
und was uns antreibt

Aus dem Berufspraktischen Jahr (BPJ) entsteht der Bildungsverbund Berufliche Qualifikation (BBQ). 2005 gründete das Bildungswerk die BBQ Berufliche Bildung gGmbH - mit damals rund 300 Mitarbeitenden, der heutigen BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH.

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Die Initiative START 2000

Noch größere Wirkung für das Bildungswerk, für viele Jugendliche und für die Wirtschaft im Land sollte die Initiative „START 2000“ entfalten. Mitte der 90-er Jahre bekamen die Betriebe im Südwesten die Folgen der Globalisierung zu spüren. Die Konkurrenz aus den Niedriglohnländern wurde mehr und mehr zum Problem. Dafür brauchten die Unternehmen hoch qualifizierte Fachkräfte. Doch zu viele Schulabgängerinnen und -abbänger waren nicht ausbildungsreif.  Zudem warf die IG Metall den Arbeitgebern im Südwesten vor, zu wenig für benachteiligte Jugendliche zu tun. Der Druck wuchs – und Südwestmetall handelte, mit „START 2000“, später „Südwestmetall macht Bildung“. 1997 startet der erste "Grundausbildungslehrgang Metall", in dem schwache Hauptschülerinnen und Hauptschüler elf Monate lang in einem Ausbildungsbetrieb das grundlegende Handwerkszeug der Metallberufe erlernten.

Mehr über Südwestmetall machT Bildung erfahren

Wussten Sie?

Die Informationstechnologie und Elektronik bestimmen die Arbeitswelt der 90er immer mehr. Sie bilden die Grundlage für die Digitalisierung ...

Die Erfindung des World Wide Web ist so alt, wie die Erfindung des Computers selbst. Der Ursprung des Internets geht in die 50er Jahre in den USA zurück. Anfangs fanden die Kommunikationswege noch über Telefonleitungen statt. Diese Technik wurde erstmals beim Militär verwendet. Im Jahr 1989 erfand Tim Berners schließlich das uns heute bekannte Internet, welches er am europäischen Kernforschungszentrum CERN entwickelte. 1993 stand der erste grafikfähige Webbrowser namens Mosaic zum Download bereit. Die Forschungseinrichtung CERN gibt nun die Nutzung des World Wide Web für die Öffentlichkeit frei. 1997 gründen Larry Page und Sergej Brin Google Inc.

2000er

Flexibilität heißt das Zauberwort

Der demografische Wandel und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel, aber auch die zunehmende Globalisierung waren die Schlagworte des neuen Jahrtausends - heute aktueller denn je. Eng damit verknüpft ist das lebenslange Lernen. Die Qualifizierung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, von Menschen mit Migrationshintergrund oder An- und Ungelernten sowie die Berufsrückkehr von Frauen nach der Familienphase rückte in den Fokus der Unternehmen - und des Bildungswerks.

Innovative Pilotprojekte, wie der Berufswahlkompass zur frühen Berufsorientierung junger Menschen oder das Modellprojekt familyNET, ein Angebot zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege, wurden von der Politik aufgegriffen, gefördert und dann gemeinsam in die Fläche getragen. Neue Dienstleistungen wie die Auslandsrekrutierung, Beratung und Organisationsentwicklung, HR-Produkte und Coaching wurden geschaffen.

Wer wir sind
und was uns antreibt

Neben BBQ hat das Bildungswerk seit 2000 eine weitere Tochter: die Apontis GmbH. Apontis unterstützt Unternehmen bei Personalveränderungen und -flexibilisierungen und Mitarbeiterende beim Übergang in eine neue Beschäftigung. Die Initiative zur Gründung von Apontis war vom Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg ausgegangen. Anfangs war der Chemieverband mit 50 Prozent an Apontis beteiligt. Inzwischen ist die Firma eine 100-prozentige Tochter des Bildungswerks.

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Fokus Gesundheit

Mit dem demografischen Wandel rückte auch das Thema "Gesundheit" immer mehr in den Fokus der Betriebe. Qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen können ohne leistungsfähige und leistungsbereite Führungskräfte und Mitarbeiter nicht erbracht werden. Erste Gehversuche startete das Bildungswerk mit dem Projekt "Betriebliches Gesundheits- und Age-Management" Mitte der 00er Jahre. Heute unterstützt das Konzept „Betriebliches Gesundheitsmanagement im System (BGS)“ Unternehmen bei der Entwicklung passgenauer Instrumente und hilft bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen. 

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Wussten Sie?

Der Anteil von Dienstleistungen und die Globalisierung nehmen zu. Einen erheblichen Beitrag dazu leistete die Entwicklung von Diensten wie Sykpe oder virtuellen Netzwerken  ...

Waren 1990 erst 313.00 Computer im World Wide Web online, waren es 1999 schon 43 Millionen und 2003 über 170 Millionen Rechner. 2003 preschte Skype mit einem unwiderstehlichen Angebot vor: Telefonieren kostenlos, egal, ob man auf der anderen Straßenseite oder auf einem anderen Kontinent war. Der neue Durchbruch bei der Entwicklung des Mobilfunkgeräts kam 2007 mit dem iPhone. Auch die Software war damals bahnbrechend. Hier definierte Apple erstmals das Smartphone, wie wir es heute kennen. Auf einmal konnten Handys Fotos bearbeiten, bequem im Webbrowsen und gleichzeitig Navigationssystem sein. Die 2004 gegründeten Netzwerke facebook und 2005 Youtube gelang damit der Durchbruch.
 

2010er

Wege in Integration

Selten hat sich eine Herausforderung mit solcher Wucht entwickelt, wie die Herausforderung der Zuwanderung von hunderttausenden Flüchtlingen Mitte der 10er Jahre. Neben den kurzfristig zu lösenden Problemen von Versorgung, Unterbringung und Antragsbearbeitung steht damit vor allem die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik vor gewaltigen Aufgaben. Kindergärten, allgemeinbildende wie berufliche Schulen und Hochschulen müssen genauso zu Motoren der Integration werden wie die Betriebe. 

Auch für das Bildungswerk hat die Flüchtlingsthematik den Fokus der eigenen Arbeit in atemberaubender Geschwindigkeit verändert. So wurden innerhalb weniger Monate Projektstrukturen geschaffen zur Ausbildungsvorbereitung und -begleitung junger Flüchtlinge, zur Arbeitsmarktintegration durch Praktikantenprogramme und für Lotsenangebote zur Akquise und Vermittlung von passenden Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. 

Wer wir sind
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Die Herausforderung der Digitalisierung treibt Ende der 10er Jahre auch das Bildungswerk um: Investitionen in die eigene IT-Infrastruktur und deren Virtualisierung, die Bereitstellung digitaler Lernmethoden und -plattformen und letztendlich die Entwicklung passender Formate und Inhalte für unsere Kunden, um diese in ihren Transformationsprozessen zu unterstützen und zu begleiten.

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Digitalisierung erfordert lebenslanges Lernen

Neue Technologien, neue Medien und die fortschreitende Digitalisierung bewirken eine grundsätzliche Veränderung unserer Arbeits- und Lebenswelt. Mobilität, Big Data, Cloud-Computing und das Internet der Dinge sorgen dafür, dass wir uns in einer Phase des Umbruchs befinden. Digitalisierung ist ein zentrales Zukunftsthema für Flächenländer wie Baden-Württemberg und damit insbesondere auch für ländliche Regionen. Durch die erweiterten technischen Möglichkeiten verändern sich Berufsbilder und die fachlichen Anforderungen. Im Bildungswerk finden Arbeitgeber und Beschäftigte einen erfahrenen Partner, der sie auf dem Weg in die digitale Zukunft und die Arbeitswelt 4.0 berät und begleitet.

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Wussten Sie?

Die Globalisierung nimmt weiter zu, globaler Austausch und internationaler Handel florieren – verstärkt durch E-Commerce  ...

Mit dem Aufkommen von Computern entstanden in den 60er Jahren erste Ansätze, eine Künstliche Intelligenz (KI) zu programmieren. Die Idee schlug kurze Zeit später in Ernüchterung um, da die erhofften Ergebnisse ausblieben. In den 90er Jahren erfuhr das Thema Machine Learning mit dem Aufkommen von intelligenten Spielcomputern (IBM Deep Blue) neue Aufmerksamkeit. 2010 erlebte KI eine Renaissance – die Technologie ist endlich so weit fortgeschritten, dass Daten in ausreichendem Maße verarbeitet werden können. Streaminganbieter und Online-Händler nutzen KI, um automatisierte, individuelle Empfehlungen zu generieren. Von personalisierter Werbung bis zu dynamischer Preisgestaltung – hinter all dem stecken KI-Systeme. Auch Sprachassistenten wie Alexa oder Siri sind Produkte Künstlicher Intelligenz. 

2020er

Zwei Jahre Corona-Pandemie

Niemand hätte sich vorstellen können, dass wir zu Beginn des Frühjahrs 2020 mit einer solchen Herausforderung konfrontiert werden, wie wir sie jetzt mit der Corona-Krise erleben. Gesellschaft und Wirtschaft unterliegen einer großen Bewährungsprobe, die uns allen viel abverlangt. Das Verbot jeglicher Präsenzveranstaltungen und die Schließung unserer Bildungszentren und Niederlassungen für den Kunden- und Teilnehmendenverkehr bedeuteten auch für das Bildungswerk eine historische Zäsur. 

Wer wir sind
und was uns antreibt

In den Projekten konnte durch die Entwicklung eines hybriden Lernkonzepts eine alternative Durchführung in digitaler Form zu 100 % realisiert werden. Auch zahlreiche Seminare bieten wir mittlerweile in unterschiedlichen Formaten an. Für eine erfolgreiche Qualifizierungs-, Integrations- und Beratungsarbeit ist die persönliche Begegnung unerlässlich. Deshalb sehen wir uns mit dem richtigen Mix von digitalen und analogen Formaten und Angeboten gut für die Zukunft gerüstet.

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Flüchtlingskrise – war da was?

Nach 16 Monaten Pandemie scheint das die Jahre 2015/16 noch alles überstrahlende Thema unendlich weit weg zu sein. Doch die vermeintliche Ruhe trügt und bei Licht betrachtet ist dazu politisch kaum ein Problem gelöst. Vor allem für die Europäische Union bleibt das Thema eine, wenn nicht sogar die Achillesferse. Umso wichtiger ist, dass vor Ort Lösungen gefunden und Perspektiven geschaffen werden. Ein eindrucksvolles Beispiel bietet die „Deutsch-Türkische Partnerschaft zur beruflichen Qualifizierung (TAMEB)“, in der das Bildungswerk seit 2016 eingebunden ist.

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Pandemie-Hilfe

Um die Perspektiven des unter den Auswirkungen der Pandemie ganz besonders leidenden aktuellen Absolventenjahrgangs der Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu verbessern, ist das vom Land Baden-Württemberg geförderte „Brückenprogramm Ingenieurwissenschaften“ gestartet.

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Wussten Sie?

Nach wie vor sind Daten der wichtigste Treiber der Wirtschaft – allerdings in immer größerem Umfang ...

Daten gelten als das Gold des 21. Jahrunderts. Big Data ist in aller Munde: Die Vernetzung via Internet seit Beginn des neuen Jahrtausends macht den großen Unterschied. Unendlich viel mehr Daten entstehen, auf KI basierende Systeme bieten eine ganz neue Form der Datenanalyse. Big Data umfasst sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, aber ganz besonders die Industrie. Dadurch, dass immer mehr Geräte und deren Bestandteile intelligent miteinander verknüpft werden, entstehen innerhalb kürzester Zeit riesige Datenmengen. Diese auszuwerten und in Handlungsempfehlungen umzuwandeln, ist Aufgabe von Big-Data-Analyseverfahren. 

50 Jahre Bildungswerk „Digital. Mobil. Lernend. Das neue Normal der Arbeitswelt“ & 12 Jahre Bildungswerk-Vorsitzender Karl Schäuble